USA Florida 2016 – Tag 8: Thomas Edison und Henry Fords Winter Estates, Fowler Shooting Range

Wir kamen heute erst um 11 Uhr aus dem Hotel heraus. Eine kurze Fahrt nach Fort Myers führte uns zum Thomas Edison and Henry Ford Winter Estate. Hier konnte man sich in einem Museum alle Schweinerein von Henry Ford und Thomas Edison anschauen und draußen noch die Original erhaltenen Häuser der beiden Männer anschauen.

Die zweite Hälfte des Tages verbrachten wir auf einer echten amerikanischen Gun Range, inkl. eines schönen Waffenladen. Irgendwie ironisch am15. Jahrestag von 9/11 so etwas zu machen – aber andererseits waren wir heute quasi mit der Verteidigung Amerikas beschäftigt…

Auch heute noch ein paar Videos

Tomus und sein Revolver:

Tomus beim Vernichten von Zombies mit der Pump Action Shotgun:

Sarah beim Ballern mit der Bolt Action Rifle:

Da ich  noch bis tief in die Nacht hinein Beiträge geschrieben hat, sind wir heute, nach dem gleichen Frühstück wie am Tag vorher (Mit der Ausnahme dass es heute kein Bacon gab, sondern Burgerpatties, auf die wir dann doch lieber verzichtet haben), mit gefüllten Bäuchen aber relativ spät, in Richtung Winter Estate aufgebrochen.

Auf der Strecke haben wir uns von nichts ablenken lassen und sind schnurstracks auf den Parkplatz des Estates gefahren. Direkt am Parktplatz stand ein wunderschöner Banyan Tree, der von Thomas Edison angepflanzt wurde. Im Hof gab es einen kleinen Infostand wo man sich über die unterschiedlichen Touren aufklären lassen konnte, was wohl den Zweck hatte, dass die Leute an der Kasse nicht so lang rumstehen und den Verkehr aufhalten wenn viel los ist. Die nette alte Dame am Infostand erzählte uns also von der Tour die wir mit Audiogeräten selbst geführt machen konnten, für die wir uns dann auch entschieden haben und uns die Tickets am Schalter besorgten. Vorher haben wir Sparfüchse aber natürlich nach Coupons gesucht um einen günstigeren Eintrittspreis zu erhalten, da die Leute hier scheinbar für fast alles Coupons haben und nutzen.  Schnell haben wir also einen 1 Dollar Rabatt Coupon gefunden und waren sehr glücklich damit.

Wir erhielten unsere gelben Eintrittsarmbänder und liefen in das Museum in welchem wir unsere Audioguides erhalten sollten. Ein uralter Mann führte uns auf eine Veranda zu Stühlen auf denen wir platz nehmen sollten und händigte uns dann die Audioguides aus. Der Mann, der wohl die erste Edison Glühbirne aus erster Hand kaufte, erzählte uns also wie man die automatischen Tonsprechgeräte verwenden kann. Keine Ahnung was er genau sagte – die Sprache klang wie ein alter, vergessener Dialekt.

Er führte uns dann sicher auf die andere Straßenseite. Wenn man sich den uralten Mann anschaute, mit seiner ledrigen, fleckigen Haut, fragte man sich, ob der Mann es überhaupt allein wieder zurückschaffen konnte. Er nahm sich aber sein Stopschild, drückte für uns auf die Ampel und als wir gehen durften, sicherte er die Straße mit seinem Stopschild. Wir fühlten uns wie die Schüler aus den US Filmen.

Wir hörten uns die nächste Stunde in der Hitze (mir lief der Sabber den Rücken runter) so viele Details über die Winterresidenz der beiden Herren, dass man sich schon ein wenig fragt, warum überhaupt ist das so interessant. Klar irgendwie sind die beiden wichtig und auch das Labor ist cool – auch die Häuser sind nett, aber ob man jetzt wissen muss, dass die beiden Söhne ein paar Jahre später das Schlafzimmer der Bediensteten erhalten haben…

Am interessantesten war dann doch das Museum. Hier waren etliche Erfindungen Edisons ausgestellt, Originalfahrzeuge von Henry Ford, man konnte das Labor von Edison anschauen und es liefen ein paar interessante Filme über die beiden Herren.

Erstaunlicherweise war der Part über Henry Ford doch schon sehr negativ. Der gute Mann war nach Hitler wohl der Typ der Juden am meisten hasste. Das wurde auch gut ausgearbeitet und hier dargestellt. Nach ein paar Minuten dachte man sich schon, dass der Typ ziemlich verkorkst war.

Nachdem wir uns alles angeschaut hatten, war es bereits 3 Uhr Nachmittags. Weder im Reiseführer, noch auf Tripadvisor gab es irgendwie weitere extrem besondere Punkte in Fort Myers zu sehen. Das Highlight war schon das Edison Haus, also entschieden wir uns heute etwas typisch amerikanisches zu machen, das wir bisher auf unseren Trips noch nicht machen konnten: Wir gehen auf einen Schießstand.

Tripadvisor wies einen Schießstand bei uns in der Nähe als einen der besten in Fort Myers aus. Also fuhren wir zu Fowler Firearms & Gun Range Fort Myers.

Im Laden war es super nett, auch wenn wir beide uns kurz ein wenig fehl am Platze fühlten. Irgendwie hat man leicht das Gefühl etwas „falsches“ oder gar illegales machen zu wollen. Als jedoch von der Shootingrange eine schwarze Mutter mit ihren 6-10-jährigen Kindern rauskam, lockerte das die Atmosphäre gleich mal auf.

Die Waffen sind hier nicht besonders weggesperrt. Man kauft hier ein wie in einem älteren Elektronikladen, oder wie in einem Juwelier. alles darf man mal anschauen und die Preise sind ähnlich wie die von Diamantringen.

Teurer Spaß so Waffen. Rund 600 Dollar für eine Pistole – nach oben natürlich keine Grenzen.

Ein hektischer Kerl wies uns sehr schnell in die Waffen ein. Man erwartet ein wenig, dass die Leute wissen was sie tun. Wenn ich nicht schon ein bisschen von Tschechien gewusst hätte, hätten wir uns wohl kaum so sehr auf den Rückstoß der Shotgun oder der M16 vorbereitet. Der Typ erklärte nur kurz wie man das Ding läd und wo man ziehen muss, damit es Einsatzbereit ist. Die erwarten halt, dass ein Erwachsener weiß wie man mit Waffen umzugehen hat.

Die meisten hier erschienen eh wie Stammkunden. Viele kamen mit ihrer eigenen Ausrüstung, während wir uns als zuerst einzige (später kamen noch zwei Jungs zum ausleihen) von den Rental-Guns bedienten.

Wir hatten heute Spaß mit den folgenden Waffen:

  • Eine Damenpistole mit dem Kaliber .22 (100 Schuss)
  • Ein Revolver mit einem .38er Kaliber (50 Schuss)
  • Die M16 mit 20 Schuss
  • Eine Pump Action Shotgun von Remington (10 Schuss)
  • Eine Bolt Action Rifle mit einem optischen Visier (20 Schuss)

Gekostet hat der Spaß 120 USD. Man zahlt 10 für die Range, 25 für das Ausleihen von Waffen (egal welche, egal wie oft wechseln), ein paar Dollar für die verschiedenen Zielscheiben und der Rest geht rein auf die Munition drauf. Die Munition ist hier preislich aber vollkommen in Ordnung, da auch viele Leute hier die Muni einfach kaufen (also wie im Supermarkt). Die Preise können also nicht höher sein als die allgemein üblichen. In anderen Ländern hat man hier eher utopische Preise, da diese speziell für die Touris sind, die mal bisschen rumballern wollen.

Sarah war zuerst etwas skeptisch der ganzen Sache gegenüber. Lust darauf hatte sie schon, aber die Preis/Leistung ist bei so Waffenkram immer so eine Sache. Ich denke es war preislich eigentlich sogar ganz gut – naja und Sarah toleriert es mal. Aber sie hatte auch keine so große Wahl.

Wenn man von der Range raus geht, sollte man auch noch seine Hände mit speziellen feuchten Tüchern putzen. Ich fragte warum und er meinte wegen dem Bleigehalt, aber vor allem wegen dem Schießpulver, dass man an den Händen hat. Darauf sollte man vor allem achten, wenn man am Flughafen durch die Detektoren läuft – da kann es schon mal komische Fragen geben.

Wir kamen gegen kurz vor 6 aus dem Laden raus. Ich war total fertig, also entschieden wir noch kurz Essen zu gehen und dann zum Hotel zu fahren.

Gefuttert haben wir heute in einem Laden Namens Culver’s. Hier gab es den leckeren Butterburger – ein Burger, dessen Brot und Fleisch in Butter gebraten wird. Diätfraß war es nicht, aber es ist auch nicht so dramatisch wie es klingt. Wir waren gesättigt, aber nicht überfüllt von dem Essen. Dazu gab es noch wunderbare Chilli Cheese Fries.

Als Dessert gönnte ich mir ein Eis mit dem heutigen Flavor of the Day. Jeden Tag gibt es bei Culver’s andere Eiskreationen zum kaufen. Heute war es Schokolade mit irgendwelchen Schokostückchen und Mandelraspeln.

Wie immer ein erfolgreicher Tag, der heutige 11. September. God Bless America.

 

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