Schottland 2015 Tag 12 – Rückflug

Es ist Abflugtag, also wird es nichts besonders spannendes hier geben.

Wir stehen um 7 auf, fahren um 7:38 los, kaufen kurz in einem Supermarkt doch nochmal Sandwiches (man gewöhnt sich so schnell an die Dinger – und lecker sind sie auch noch). Außerdem sind die Sachen hier wesentlich billiger als in Schottland.

Die Fahrt zum Flughafen ist relativ unspektakulär. Wir müssen das Auto vollgetankt abgeben, was dazu führt, dass wir kurz vor Schluss noch etwas quälend eine Tankstelle aufsuchen müssen. Wir fahren etwas früher von der Autobahn ab um noch schnell zu tanken. Auf der Autobahn hat der Sprit 1,25GBP gekostet, während es ein paar Meter davon entfernt nur 1,09 kostet. Wir tuckern also quer durch den Rand Manchesters und müssen über 20er Zonen wieder zum Flughafen. Das Navi führt uns durch alle möglichen Seitenstraßen, und die Frontlippe des Autos meldet sich hier auch noch ein letztes mal beim Überfahren eines Tempolimithubbels.
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Schottland 2015 Tag 11

Heute ist der letzte „echte“ Tag, den wir in Schottland verbringen werden. Eigentlich nicht ganz Schottland, denn schlafen werden wir heute im Reich der Rotröcke.

Die Nacht im Corran Bunkhouse war ok. Das Bunkhouse ist halt eher eine Art Hostel, das hört man vor allem an den vielen Chinesen hier auf den Gängen. Wir schlafen ok auf dem eher härteren Bett, was aus zwei zusammengeschobenen Einzelbetten besteht, die zuvor richtig mit Schrauben abmontiert worden sind. Ob das extra für uns gemacht worden ist, ist eine gute Frage – vom Teppich her sieht es so aus, als ob die Einzelbetten vor kurzem hier noch an der Wand montiert waren.
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Schottland 2015 Tag 10

Ich habe bisher noch gar nicht von dem Abenteuer mit unserem Auto gesprochen. Das lag daran, dass ich noch nicht wusste, wie wir die Situation handlen sollen – nicht, dass ich hier unnötige Beweisspuren hinterlasse.

Gleich am zweiten Tag unseres Trips parke ich mit dem Auto in einem normalen Parkplatz ein. Ich fahre etwas mit der Schnauze in die Nähe des Bordsteins (wie alle anderen Fahrzeuge hier um mich rum) und höre es bereits unten kratzen. Yeah denke ich mir, fängt ja schon gut an. Ein Blick draußen verrät mir, dass unter der Frontstoßstange Vauxhall sich eine wunderbare, tiefhängende Plastiklippe überlegt hat. Das Ding erlaubt dem Astra hier einen Bodenfreiraum eines Zigarettenschachtel tiefen alten Opelclub Corsa, wo die Federn noch schön abgesäbelt worden sind.
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Schottland 2015 Tag 9

Wir haben neue Mitbewohner im B&B hier. Der Lautstärke zu urteilen ist das wohl eine größere Familie die hier im Nebenzimmer lebt. Am Morgen hören wir Leute aus ihrem Zimmer rausstapfen und – die werden doch nicht – doch die Schweine, die benutzen unser Bad!

Unser private Bathroom – zwar nicht im Zimmer, aber allein nur durch uns zur Benutzung wird jetzt geschändet von anderen Menschen. Das Badezimmer ist zwar nur 2qm groß und ich stoße an jeder Wand beim Umdrehen an, aber es gehört uns. Sonst hätten wir ja auch in einem Hostel übernachten können, wenn wir das Badezimmer mit anderen Teilen müssen.

Sarah geht einige Zeit später ins Bad und kommt pissig wieder zurück. Alles sei darin nass und die Toilette wurde auch mit ein paar Kackespuren versehen. Na danke.
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Schottland 2015 Tag 8

Oh die Nacht heute war anstrengend. Sarah geht alle 2 Stunden zum würgen aufs Klo. Warum auch immer, die hat nur zweieinhalb Gläser Wein gehabt, aber vermutlich ist die Mischung Wein und Fischzeug etwas, was auf ihren Magen schlägt.

Das allein wäre gar nicht so tragisch, aber unsere Tür quietscht das ganze Haus zu, wenn man die Klinke runterdrückt. Jedes mal beim Öffnen der Tür und auch beim Schließen der Tür hallt das ultralaute Quietschen durch das kleine Häuschen hier.

Als wir Nachts zuvor ins Zimmer ankommen, fällt uns auf, dass Christine im Zimmer neben uns schläft. Unser Kopf ist also durch die Wand vermutlich nah an ihrem Kopf. Bei den papierdünnen Wänden kann Christine uns sicher reden hören…

Das Quietschen macht also die Frau, die unser Frühstück morgen machen wird sicher sehr glücklich. Als Sarah um 5 Uhr morgens das letzte mal aufs Bad geht, ist das Licht in Christines Schlafzimmer bereits an.
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Schottland 2015 Tag 7

Heute ist unser Hochzeitstag. Vor einem Jahr befanden wir uns auf einer Insel als wir uns das Ja-Wort gegeben hatten und jetzt, ein Jahr später wandern wieder wieder auf einer Insel umher. Ich denke wir sollten das zu einer Tradition machen. Vielleicht kaufen wir uns auch besser mal eine Insel – so auf 50 Jahre gesehen könnte sich das amortisieren.

Wir verabschieden uns heute vom Charmanten B&B hier und wundern uns ein wenig, was hier heute morgen für ein Lärm herrscht. So wie es aussieht hat die gute Frau die ganze Familie zum Essen eingeladen und wir fühlen uns wie junge Teenager, die nicht nach unten kommen weil irgendwelcher Besuch da ist, den wir nicht antreffen wollen. Als sihc alles ein wenig beruhigt packen wir schnell zusammen, verabschieden uns traurig vom schönen Zimmer mit Ausblick und schleppen die Koffer ins Auto. Der guten Gastgeberin winken wir noch kurz – verabschiedet haben wir uns ja schon gestern Abend.
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Schottland 2015 Tag 6

Ausschlafen ist heute angesagt. Wir bleiben ja heute am selben Ort, also lassen wir es etwas ruhiger angehen. Es gibt gar keinen großen Masterplan für den heutigen Tag und so hat Sarah gestern noch kurz mal unverbindlich geschaut was man in der Umgebung treiben kann.

Die Sonne lächelt einen morgens aus dem Fenster hier an und kaum richtet man sich auf, kann man schon direkt aus dem Fenster die Sonne im Loch Broom spiegeln sehen.

Es wird auch heute wieder ein schöner Tag, was zwar super ist, aber anderseits bedeutet, dass es so nicht den kompletten Urlaub weitergehen kann. Es wird sicher die nächsten Tage komplett regnen – soviel Glück haben wir dann nämlich auch nicht.
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Schottland 2015 Tag 5

Wir verbringen echt einen Batzen an Zeit mit diesen Beiträgen. Wir schreiben die Dinger ja für uns, damit wir irgendwann einmal in vielen Jahren die einzelnen Urlaube wieder Revue passieren können, aber dennoch fühlt es sich manchmal wie Arbeit an. Abends und morgens werden Fotos hochgeladen und die immer länger werdenden Texte zusammengeschrieben. Es gibt jedoch nicht allzu viele Alternativen. Weniger schreiben bedeutet weniger kleine Nebeninfos mitnehmen. Bleibt aktuell nur schneller Tippen, also gebe ich gerade Vollgas, solange Sarah noch duschen ist.

Wir reisen heute aus Inverness ab um nach Ullapool zu gelangen. Während ich das hier schreibe denke ich mir, dass irgendwie eine Routenkarte keine so schlechte Sache wäre. Vielleicht pimpe ich diese Einträge irgendwann noch ein wenig.

Reine, direkte Fahrtzeit wären heute 2h, aber der Weg ist ja das Ziel, also werden wir viele Abstecher machen und so heute einige Zeit auf Achse verbringen.
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Schottland 2015 Tag 4

Die Nacht im Station House war super und irgendwie ist es schon schade, dass wir nur eine Nacht hier verbringen. Wir laufen runter zum Frühstücksraum, wo ein paar Hanseln bereits vor sich hin futtern (die Touris hier sind irgendwie nicht sehr gesprächig) und gönnen uns das Continentalfrühstück. Zugegeben, einen Preis werden die mit dem Frühstück hier nicht gewinnen, aber wenigstens ist alles da, was man so braucht. Käse Wurst Salami, Marmelade, Toast, Crossaint, Joghurt, Milch, Conrnflakes. Alles schon ganz gut zu haben, aber ein richtiger Boah Effekt stellt sich nicht wirklich ein.
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Schottland 2015 Tag 3

Die Nacht war weniger dramatisch als gedacht. Da wir am körperlichen Limit Powerurlaubing betreiben fallen wir wie immer halbtod in den Schlaf hinein und hören gar nicht mehr ob Carmen wieder mit Florian zusammenkamen oder nicht.

Im Gemeinschaftsbad duelieren ich mich auf der Toilette mit irgendjemanden in der Dusche. Wir beide wissen, dass mal einer von uns fertig werden muss, aber irgendwie will keiner aus der jeweiligen Kabine raus. Warum die Person in der Dusche den Vorgang in die Länge treiben musste ist mir nicht ganz schlüssig. Vielleicht wollte die Person mir nach dem jeweiligen Massaker nicht ins Gesicht schauen. Ich gebe auf, bewege mich aus der Kabine heraus und hoffe innig dass der Masochist in der Duschkabine nicht im gleichen Moment die Tür öffnet. Ich bin mir sicher unsere Blicke hätten sich zu lange getroffen und ich hätte auch nicht den Augenkontakt gebrochen. Und schon gar nicht wenn es eine Frau gewesen wäre.
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