Island 2018 – Tag 12: Sarah bekommt heute ihr heißes Bad in der Natur

An einem regnerischen letzten Tag in Island machen wir einen schnellen Ausflug zu einem 360 Grad Wasserfall (also einer hinter dem man latschen kann).

Das eigentliche Ziel ist heute aber eine 1-stündige Wanderung (in einer Richtung) zum Reykjadalur Valley. Hier wird uns am Ende ein heißer Fluss erwarten, in welchem wir auch baden gehen.

Die größte Herausforderung wird die Wanderung im Regen sein und dann auch das Umziehen für den Rückweg.

Am Abend essen wir dann noch leckere Sandwiches und verbringen wenige entspannte Stunden auf einer alten NATO Basis – im Hostel „The Base“.

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Island 2018 – Tag 11: Jökursarlon, der Skaftafell National Park, der Skogafoss Nationalpark und Schlafen am Fuße des Eyjafjallajökull

Wir legen heute sowohl einige Kilometer mit dem Auto, als auch zu Fuß hin.

Ich lasse Sarah etwas ausschlafen. Der isländische Wetterdienst sagt, dass wir heute erst ab 12 Uhr schönes Wetter haben werden – und morgen soll es in Kübeln Strömen. Wir müssen heute also möglichst viel machen um das schöne Wetter zu genießen.

Gegen halb 12 finden wir uns an der Lagune Jökursarlon ein. Hier treiben blaue, bis zu eintausend Jahre alte,  Gletscher in der Lagune rum, bevor sie sich den Weg ins Meer bahnen.

Als nächstes machen wir zwei Wanderungen in Islands beliebtesten Nationalpark: Skaftafell. Man kann hier mehrere Wochen verbringen, wir beschränken uns aber auf zwei Wanderungen:

Eine zum Gletscher selber – eher gemütlich, rund 1 Stunde pro Richtung. Wir sind etwas vom dreckigen Gletscher enttäuscht – aber viel mehr darüber, dass der reißende Gletscher-Wasserstrom uns die Geräusche des ächzenden Eises übertönt. Man kann aber an einigen Stellen sehen, wie das Eis arbeitet und selbstständig ein paar Steine die Hänge herunterrollen lässt.

Die zweite Wanderung geht zum Svartifoss Wasserfall, den wir zuerst mit einem kleineren verwechseln, dann aber am Richtigen doch erfreut sind über die Besonderheit des Wasserfalls. Um ihn herum sind nämlich Steine in hexagonaler Form herausgebrochen. Irgendwo erläutert das eine Steintafel, jedoch sind hier zuviele Menschen um diese überhaupt in Ruhe durchlesen zu können.

Die Wanderung geht rund 2,5 Stunden – inkl. einem kleinen Abstecher zu einem 360 Grad Viewpoint. Hier an der Spitze der Wanderung fühlt man sich wie ein richtiger Gipfelstürmer – allein an der Spitze, während die meisten am Wasserfall umdrehen.

Wir essen hier auch noch zu Abend eine viel zu teure Lobstersuppe und machen uns dann auf den Weg zum Übernachtungsort.

Kurz vor dem Ziel drehen wir jedoch noch ungeplant zum Skogafoss Wasserfall, da das Wetter ja noch mitspielt und wir den Wasserfall aus der Serie Vikings kennen – und deshalb auch noch richtig sehen wollen. Wir verbringen nicht viel Zeit hier, ein paar Fotos und dann kanns auch schon weiter gehen. In Island hat man halt nach knapp zwei Wochen doch schon etliche Wasserfälle gesehen.

Wir erreichen die Welcome Home Holiday Homes – kleine moderne Hütten mit Küche und Badezimmer – und einem schönen Ausblick nach vorne in den Horizont. Dieser Ort ist wundervoll idylisch, aber auch grundsätzlich interessant, da er am Fuße des Eyjafjallajökull liegt – bekannt vom Ausbruch des Vulkans im Jahr 2010, als der komplette EU Flugverkehr lahmgelegt war. Zum Vulkan selber können wir in dieser Reise nicht (ist eh eine mehrtägige Wanderung), aber so haben wir wenigstens einen Berührungspunkt mit ihm.

Den Abend lassen wir bei ein wenig Bier (Ich hab mir noch zwei Dosen von isländischem Gebräu geholt) und Somersby Apfel Cider ausklingen. Die Mitternachtssonne beleuchtet den Himmel wunderschön – es sieht ein wenig aus als ob man Polarlichter sehen würde – nur in rosa.

Ursprünglich hatten wir noch geplant zum Seljavallalaug Swimming Pool, der nur 5km entfernt liegt, zu gehen, aber an dieser späten Stunde (es ist inzwischen 23:15) wollten wir noch unsere tolle Unterkunft genießen – außerdem waren die Tripadvisor Bewertungen dieses Ortes dann doch zu negativ. Sarah wird ihr Naturbad noch bekommen – dafür sorge ich schon – aber nicht hier.

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Island 2018 – Tag 10: Abschied von unserem schönen Dörfchen, eine Fahrt mit vielen tollen Ausblicken und leckeres Hummerbaguette

ACHTUNG: Da wir heute tolles Internet haben, wurden auch ein paar Videos in alten Beiträgen hochgeladen. Wen es interessiert, der kann diese hier und hier und auch hier (runterscollen nach den Bildern) anschauen.

Wir frühstücken noch schön im Hostel – quasi gemeinsam mit dem kleinen Gretchen – ein kleines Mädchen, welches mit seiner Mutter Island bereist. Wir lernen viel zu viel über das Leben der Beiden kennen – Kinder erzählen halt einem doch irgendwie alles. Gretchen ist eine Energiekugel, die uns schon am Vorabend belustigt hatte. Heute klaut sie zum Abschied noch eine Banane von uns (ok, wir geben diese her) um sich von Mutti einen schönen Obstsalat zum Frühstück machen zu lassen.

Etwas fahren wir noch im Dörfchen rum. Der Regen ist nicht mehr so stark wie gestern, aber kalt ist es leider immer noch. Ein bisschen blicken wir verträumt auf den Fjord und wünschten, wir hätten hier doch noch einen Tag mehr um (bei schönem Wetter) ein wenig die Gegend zu erkunden. Jedoch ist es so wie immer auf vorgeplanten Rundreisen: Die Hotels sind gebucht, Flexibilität ist nur ein Gerücht, also umkreisen wir ein wenig das Dörfchen und machen uns auf die Fahrt.

Man kann sonst nicht allzuviel erzählen. Die Fahrt ist heute das Reiseziel. Wir sehen viele tolle Bereiche der Ostfjorde, erfreuen uns an jedem Sonnenstrahl und genießen die Aussicht auf die Berge.

Ein kleiner Pit-Stop in einem Cafe mitten in der Pampa erhellt den Tag auch noch und gibt Antrieb für die restliche Fahrt.

Ein breiter, schwarzer Sandstrand mit jeder Menge Fotografen (ernsthaft, die Fotografen strömten mit ihren Stativen aus allen Richtungen an. Entweder es tauchen am heutigen Tag irgendwelche seltenen Schildkröten am Strand auf, oder es gibt hier irgendwo einen Fotografen-Reisebus) sticht in der heutigen Route stark heraus.

Am Abend kommen wir in Höfn an. Ein Ort, welcher von der Gastgeberin als „einfach nur zur Durchreise“ angegeben wird. Wir sind trotzem erstaunt über die tollen Ausblicke hier und gönnen uns ein wunderbares Abendessen in einem Imbiss. Es gibt hier Hummerbaguette, welches wie ein Geschenk vom Himmel schmeckt.

Wenn das Ding nicht 20 EUR kosten würde, hätten wir uns gleich noch eine Runde gegönnt.

Kurz vor dem Heimlaufen lernen wir noch eine Gruppe von Polen kennen, die hier auch die Ringstraße abfahren werden. Während wir so langsam am Ende unserer Reise ankommen, starten diese erst. Man tauscht Infos und Tipps aus, beschwert sich über Islands Preise und geht dann auch wieder seiner Wege. Erstaunt hat uns aber das gute Englisch der Polen – daran haperts normalerweise ein wenig.

Der Abend wird mit zwei isländischen Bieren (Sarah gönnt sich wie immer Sommersby Cider) und dem Laptop finalisiert. Die letzten drei Tage müssen hochgeladen werden, also bin ich jetzt um halb 1 in der Nacht noch an dem Ding und schreibe diese Sätze.

Gute Nacht.

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Island 2018 – Tag 9: Die Welt der Trolle, die Game of Thrones Höhle und der Prometheus Wasserfall

Wir verlassen das Hotel Laxa wohlgenährt mit unserem inkludierten Frühstück. Die erste Tagesetappe führt nach Dimmuborgir, einer wichtigen Attraktion am See, die auch als Filmlocation bei Game of Thrones gedient hatte.

Wir sind erstaunt über die vielen Menschen, die hier in Reisebussen von ihren Kreuzfahrtschiffen (Aida und Co.) auftauchen. Die Gegend ist nett, aber verursacht bei uns keinen großen Boah-Effekt.

Es liegt aber vielleicht auch am Wetter. Wir haben heute eine sehr geringe Sichtweite und viel Regen. Der heutige Tag wird leider nicht so schön werden wie der Abend  zuvor.

Der Regen macht uns aber nichts bei der nächsten Tagesetappe aus: Die Grjótagjá Höhle, welche ebenfalls aus Game of Thrones bekannt ist. Hier verliert Jon Snow seine Unschuld an Ygritte. Die Höhle wärmt uns auch schön auf, nicht wegen der sexy Filmszene, aber wegen den guten 20-30 Grad, die hier drin vorherrschen. Wir haben auch noch Glück: die Reisebusse sind hier noch nicht angekommen, also können wir uns schön viel Zeit nehmen.

Eine Etappe müssen wir heute leider auslassen: Die einstündige Wanderung in Krafla an den Leirhnjúkur Lava Feldern (die auch wieder zischen sollen) müssen wir überspringen, da wir am Parkplatz wegen dem Regen nur 20 Meter weit sehen können.

Die wichtigste Tagesetappe, nämlich Europas kraftvollster Wasserfall „Dettifoss“, lassen wir uns aber nicht nehmen. Wir nehmen die östliche Straße, welche absolut ungeeignet für normale Fahrzeuge ist. Also hoppeln wir mit 40-60 km/h über waschbrettartige Straßen, welche die Stoßdämpfer des Toyotas ächzen lassen. Nach rund einer Stunde Umweg gelangen wir an den Wasserfall, der trotz dieses schlechten Wetters nicht weniger beeindruckend aussieht. Man spürt die Kraft regelrecht unter den Füßen.

Cool ist der außerdem, da er in der Start-Szene von Prometheus vorkommt.

Am Abend fahren wir dann noch zu unserer Unterkunft in Seyðisfjörður, dem Ort, an welchem die Fähren aus Europa anhalten. Er liegt in einem langem Fjord umgeben von Bergen. Ein toller Anblick und auch ein cooles Hostel in einem alten Krankenhaus erwarten uns

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Island 2018 – Tag 8: Ein zweiter Versuch beim Whale Watching, Ankunft am Myvatn See, stinkende Felder und ein Entspannungsbad

Wir verlassen unser Lava-„Apartement“ mit einem Frühstück für Arme – es wird nur etwas Kartoffelbrei aufgekocht, denn wir müssen schnell los. Ich habe heute morgen extra den Wecker gestellt um bei den Gentle Gians einen kostenfreien zweiten Versuch zum Whale Watching zu organisieren. Mein gejammer hat gefruchtet, wir wurden kostenfrei auf die 12 Uhr Tour im Fischkutter gelegt.

Beim Whale Watching #2 sind wir nur leicht erfolgreicher – in der Summe haben wir aber jetzt für das Geld zwei Ausfahrten in zwei verschiedenen Booten und auch doch ein paar Sichtungen bekommen – wir können uns damit zufrieden auf den weiteren Weg machen.

Unsere Tagesetappe führt zum Myvatn See. Hier verbringen wir die heutige Nacht in einem Hotel, welches mehr sein möchte, als es ist. Eine Küche wäre uns lieber als dieser möchtegern Luxus gewesen. (vor allem für den Preis von saftigen 190 EUR)

Wir machen bei wundervollem Wetter noch Ausflüge zu Pseudokratern, stinkenden Feldern und noch einem weiteren Krater (die haben hier echt viele Krater). Zum Schluss gehen wir noch ein paar Stunden in das schwefelhaltige Wasser der Myvatn Nature Baths.

Den Abend lassen wir bei Bier und Cider in der Hotelbar ausklingen.

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Island 2018 – Tag 7: Island gewinnt mit 1:1 gegen Argentinien, der Godafoss Wasserfall und Whale Watching im Speedboat

Wir ziehen kurz aus dem Hostel in Akuryeri aus um später nur einige hundert Meter weiterzuziehen.

Ein paar Einkäufe werden erledigt um in unserem „Lava Apartement“ wunderbar zu kochen. Nach dem Einchecken sehen wir jedoch der Tatsache ins Auge, dass wir gar keine Küche haben. Super Apartement…

Der Nachmittag wird mit dem Island – Argentinien Spiel in einer Bar verbracht – ein isländischer Junggesellenabschied feiert auch dementsprechend lautstark den Sieg der Isländer (ja hier im Ort war es ein Sieg).

Der Kampf der Isländer wird auch wundervoll von leckerem Burger und Sandwich untermalt.

Wir machen nach dem Spiel ein kleines Nickerchen und fahren am Abend zum Godafoss Wasserfall. Um 21:00 Uhr sind wir dann in Husavik zum Whale Watching im Speedboot.

Mit mittlerem Erfolg gehen wir dennoch zufrieden vom Tag ins Bett.

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Island 2018 – Tag 6: Eine elendig lange Fahrt, schöne Aussichten und eine kleine Bartour

Wir hatten heute schon als langen Fahrtag geplant. Gute 6 Stunden sind wir auf der Straße unterwegs und halten auch nur selten an. Die Winde verlocken einen auch nicht gerade zu größeren Wanderungen. Manchmal schaut aber auch etwas Sonne hervor, wodurch wir hier und da paar nette Momente genießen können.

Den Abend verbringen wir dann in Akureyri. Unser Hostel liegt ideal neben ein paar Pubs, weshalb wir nach der besten Happy Hour suchen (Spoiler, es gibt keine gute und das Bier kostet trotzdem 8 EUR)

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Island 2018 – Tag 5: Ein viel zu später Start, schlechtes Wetter, Wanderungen in extremen Winden und eine Übernachtung im Hostel

Heute sind wir natürlich wieder nicht wie geplant um 8 losgekommen, sondern erst kurz vor 11. Dafür war das Frühstück lecker und naja was soll der Stress im Urlaub.

Gestern konnten wir keine Bilder hochladen, da das WiFi dort wohl an einem 56k Modem hängt.

Wir fahren heute auf die Halbinsel Snæfellsnes, die wir umrunden um abschließend die Nacht in Stykkisholmur zu verbringen. (Bekannt aus dem Film „Das ungewöhnliche Leben des Walter Mitty“ mit Ben Stiller).

Unsere geplante Wanderungen auf der Halbinsel müssen wir stark abkürzen, da das Wetter nicht so richtig mitspielen will. Wir haben etwas Regen, aber vor allem der starke und kalte Wind macht einem dann doch zu schaffen.

Zwei etwas längere Abstecher gönnen wir uns dann doch. Einmal die Küstenwanderung von Amarstapi nach Hellnar, welche uns an Klippen entlang über Lava Felder führt und als zweites ein kurzer Trip an den schwarzen Strand Djúpalónssandur.

Das eigentliche Highlight dieser Tour, der Gletscher Snæfellsjökull versteckt sich heute unter einer dichten Wolkenschicht. Wir können hier also nur erahnen was sich dahinter verbirgt.

Trotz dieser Einschränkungen geht der lange Tag erst um 19:30 zu Ende, als wir im Hostel Sjornaholl einchecken und Abendessen. Heute geht es hier nirgends mehr hin und morgen müssen wir auch schon wieder früh raus (diesmal wirklich) – wahrscheinlich sehen wir hier gar nichts von Walter Mitty.

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Island 2018 – Tag 4: Ein trauriger Abschied, eine lange Wanderung, ein glorreicher Wasserfall, eine ungewöhnliche Unterkunft und ein ultralangeweiliges Dorf

Der heutige Tag startet mit dem Abschied unserer Wohnung in Reykjavik. Wir fahren zum „höchsten“ Wasserfall Islands (Glymur), machen eine knapp 4-stündige Wanderung um dann über eine schöne Küstenroute zu unserer Unterkunft des heutigen Tages (das Fossatun Pod Village). Ein kurzer Abstecher nach Borganes enttäuscht nur, aber nach der Wanderung heute sind wir dann glücklich gegen 9 jetzt am Laptop die Bilder hochladen zu können.

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