Schottland 2015 Tag 9

Wir haben neue Mitbewohner im B&B hier. Der Lautstärke zu urteilen ist das wohl eine größere Familie die hier im Nebenzimmer lebt. Am Morgen hören wir Leute aus ihrem Zimmer rausstapfen und – die werden doch nicht – doch die Schweine, die benutzen unser Bad!

Unser private Bathroom – zwar nicht im Zimmer, aber allein nur durch uns zur Benutzung wird jetzt geschändet von anderen Menschen. Das Badezimmer ist zwar nur 2qm groß und ich stoße an jeder Wand beim Umdrehen an, aber es gehört uns. Sonst hätten wir ja auch in einem Hostel übernachten können, wenn wir das Badezimmer mit anderen Teilen müssen.

Sarah geht einige Zeit später ins Bad und kommt pissig wieder zurück. Alles sei darin nass und die Toilette wurde auch mit ein paar Kackespuren versehen. Na danke.

Wir sind zwar nur noch die heutige Nacht hier, aber die Schändung unseres Bades stört uns dennoch. So machen sich die Neulinge gleich richtig beliebt. Es ist aber ja auch dämlich, dass die Tür von jedem geöffnet werden kann. Wenn alle anderen Zimmer eigene Bäder haben, dann ist das ja kein Problem, aber wenn das andere Zimmer nur ein Bad die Treppe unten, gemeinsam mit den Hausbewohnern teilen muss, dann ist es kein Wunder, dass die mit unserem armen, scheuen Bädchen liebäugeln wie die Wölfe und nur auf einen schwachen Moment warten um es dann hinterlistig zu missbrauchen.

Der Frühstückstisch ist für vier Personen ausgelegt – man wird uns wohl doch nicht vergessen haben, oder? Wir setzen uns da einfach hin, da unser Frühstück ja auch um 8:30 ausgemacht war und schon wenige Minuten später kommen die Übeltäter rein.

Anstatt einer vierköpfigen Großfamilie kommen zwei Chinesinnen zum Frühstück hinein. Sarah grunzt am Tisch verachtend die Toilettenterroristen an, doch ich versuche ein wenig mit denen ins Gespräch zu kommen. Beides sind Studentinnen in irgendeiner britischen Universität (kommen also aus nicht allzu armen chinesischen Familien) und sind absolut verwundert, dass wir keinen blassen Schimmer von welcher die sprechen. Die werfen uns bei der Frage „where are you guys from“ den Namen der Universität entgegen, als ob es Oxford oder Cambridge wäre (ist es wohl auch, aber wer kennt schon alle Top 20 Eliteuniversitäten eines Landes) und sind sichtlich irritiert von unseren fragenden Blicken. Näher führen die gar nicht aus, woher die kommen könnten und man sieht die beiden ohnehin nur am Handy glubschen. Die zwei bestellen etwas Kaffee, stehen jedoch nach ein paar Minuten wieder auf, da sie unbedingt auf den Bus müssen. Ich weiß nicht was es genau ist, aber irgendwie brauchen die zwei unbedingt etwas Prügel. Vermutlich ist es der falsche Fuß mit dem wir hier aufgestanden sind, aber irgendwas an ihrer Art wirkt wie ein verzogenes Einzelkind. So treten die auch einfach in die privaten Räume der Gastgeber hier ein, ohne auf eine Einladung zu warten. Und die verscheißen unser privates Bad, das darf man ja auch nicht vergessen.

Beide hauen gleich ab, ohne den frisch gemachten Kaffee überhaupt anzufassen und auch unser John scheint froh zu sein, dass sie erst einmal verschwinden.

Die Sonne des heutigen Tages lächelt uns freundlich an, was die Stimmung doch so ziemlich aufhellt. Sonne macht einfach glücklich – so sehr, dass auch die Schändung unseres Bades bald eine verblassende Erinnerung ist.

Mein Gammelfuß braucht frische Pflaster, also fahren wir hinab ans Pier, wo ein kleiner Supermarkt namens The Co-Operative zwar alle möglichen Formen von Paracetamol und Ibuprofen Rezeptfrei verkauft, es aber nur eine Sorte Pflaster gibt. Wir besorgen etwas Futter für den heutigen Tag, und machen uns auf den Weg zum heutigen Abenteuer.

Heute fahren wir zu den sogenannten Fairy Pools. Aus irgendeinem Grund sind die Bewohner der Isle of Skye feeenfixiert (ist das ein Wort? Falls nein, dann ist es jetzt eins.). Es gibt die Fairy Pools, das Fairy Glen und auch eine Fairy Bridge. Irgendwas muss also ja da dran sein.

In das Navi kurz die Adresse der Fairy Pools eingegeben und los geht die Fahrt, diesmal eher in den südwestlichen Bereich der Insel. Den kompletten Weg über waren die Dinger nirgends angeschrieben, was einen bei einer 50km Fahrtstrecke schon etwas nervös machen kann. Als wir jedoch am Ziel ankommen, werden wir jedoch von der Armada an Autos überrascht. Das schöne Wetter treibt wohl auch den letzten faulen Sack zum Wandern. Wir parken am steilen Straßenrand und blicken hinab ins weitläufige Tal, welches irgendwo die komischen Pools beinhalten sollte. Die Wanderung sah diesmal von Weitem weniger dramatisch aus, da der Weg, der das Tal bis hin zu den Fairy Pools durchzieht, irgendwie wie ein kleiner Spazierpfad durch den Schlosspark aussieht. Im Auto statte ich noch meinen Gammelzeh mit frischen Pflastern aus und los geht es.

Paare laufen Hand in Hand in kurzen Hosen und Chucks oder Sandalen, während gestern die Armee der Regenhosenträger mit Jack Wolfskin Windbreakern oder Mammut Softshell Jacken mit schweren Stiefeln eine einschüchternde Melodie der Eroberung stampften, die schon damals der englischen Armee das Fürchten gelehrt hätte.

Wie ein rückkehrender Soldat bin ich in meiner Wanderkampfkleidung irritiert von dieser Idylle. Schon jetzt kann ich nicht verstehen, warum doch keiner hier die Gefahren des trügerischen Friedens sehen kann. Meine traumatischen Flashbacks des gestrigen Tages kicken alle paar hundert Meter beim Abstieg in das Tal ein. Wir lassen aber auch nach ein paar hundert Meter auf dem Weg unsere Verteidigung sinken und schlendern gemütlich den Weg zu den Pools hinab. Wir haben treffen hier heute so große Menschenmassen an, dass man meinen könnte hier gibt es was umsonst.

Was uns bei diesen schottischen Naturattraktionen auffällt: Die Schotten interessieren sich nicht für Sicherheit auf den Pfaden. Hier ist nichts abgesichert, sondern man turnt immer auf irgendwelchen Steinkanten rum. Wenn man sich verletzt ist man komplett selber schuld – was ist man auch auf die blöde Idee gekommen hier die Naturpfade laufen zu wollen.
Am meisten hat man das bei den Flußüberquerungen gemerkt, die zwar mit großen Steinen im Flussbett ausgestattet sind, aber diese Steine sind gut mal 1,5 Beinlängen auseinander. Man muss sogar ein wenig hüpfen um von Stein zu stein zu kommen – und wenn man runter fällt, bricht man sich vermutlich aus der Höhe sofort ein Bein.

Die Fairy Pools sind eigentlich ein kleiner Fluss, der vom Gebirge hier in das Tal fließt. Dieser Fluss sammelt sich hier immer wieder in Ebenen an, die man die Pools nennt. Bei dem schönen Wetter sehen die auch ganz gut aus – wir sind aber froh, dass wir hier heute Sonne haben. Ohne der Sonne wäre das hier nicht sehr spannend. Die Fotos von den Pools sind jedoch aufgrund der enormen Helligkeit des Tages irgendwie nichts geworden. Naja besonders bombastisch würden wir die Pools nicht bezeichnen, aber vielleicht liegt es auch ein wenig daran, dass wir hier schon so viele tolle Dinge gesehen haben. Wasserfälle sind eigentlich immer cool, aber wenn man inzwischen schon zehn gesehen hat wird es schwer einen großen Effekt zu erzielen. Für einen schönen Spaziergang war es dennoch geeignet und es war auch ganz interessant hier die verschiedenen Hobbyfotografen beim rumturnen auf den Steinen zu sehen. Einer, der etwas mehr wie ein Pro aussieht gibt uns noch bescheid, das man hier schöne Libellen fotografieren kann, aber die Viecher sind viel zu schnell, als das man sie mit unseren Objektiven einfangen könnte.

Der nächste Tagespunkt ist das Castle Dunvegan. Wir hatten kurz überlegt überhaupt noch ein Castle zu machen, aber es taucht hier so prominent auf, also denken wir uns, dass wir wenigstens kurz vorbeischauen. Das „kurz vorbeschauen“ bedeutet fast eine Stunde Fahrt, aber wie so oft ist ja der Weg das Ziel auf solchen Reisen. Am Castle angekommen parken wir auf einen enorm großen Parkplatz, mit separaten Parkbereichen für die Busse.

Man hat hier die Möglichkeit entweder nur den Garten des Castles oder Garten+Castle selber zu kaufen. Dank Studentenrabatt kostet uns das nur einen Pfund mehr, also nehmen wir das Komplettticket.
Uns fällt beim Bezahlen noch eine Tafel auf, die auf die „Seal Tour“ für 5GBP mehr hinweist. Wir fragen nicht näher nach, was das bedeutet, aber erfahren noch, dass wir die Seal Tour dann neben dem Castle direkt buchen können.
Dort führt uns auch unser erster Weg hin. Bevor wir zur Tour kommen, laufen wir bereits an dem Castle vorbei und sind etwas enttäuscht, wie langweilig das Ding so aussieht. Echt unspektakulär für die 9 GBP – wir haben hier bereits das Gefühl dieser Trip könnte eine Fehlinvestition gewesen sein.

Wir finden jedoch kurz danach heraus, dass die Seal Tour eine 25 minütige Bootsfahrt zu den Seehunden hier um das Castle ist. Die Seehunde leben hier anscheinend seit vielen hundert Jahren und seit 30 Jahren machen die diese Touren. Wir besorgen uns bei den Versprechungen natürlich sofort ein Ticket und warten mit einer kleinen Schwimmweste ausgerüstet fast allein auf das nächste Boot. Mit uns fährt auch noch ein anderes deutsches oder österreichisches, wenig gesprächiges Pärchen. Zu viert holt uns ein junger Schotte ab, der ein wenig wie ein typischer Fischer aussieht (bis auf den Hut).

In dem kleinen Motorboot tuckern wir etwas um das Castle herum und unser Seemann, den wir hier einfach mal Jimbo nennen, erzählt uns, dass wir hier die schönste Seite des Castles betrachten. Das Castle wurde absichtlich mit der schönen Seite zum Meer gebaut, da man vor vielen hundert Jahren meinte, dies wird immer der bevorzugte Weg zum Castle sein. Die Straße dahin kam erst einige Generationen später hinzu. Jimbo hat absolut Recht – von dieser Seite sieht das Castle sogar richtig schön aus, was die ursprüngliche Enttäuschung etwas wett macht.

Er wartet noch kurz, bis wir alle unsere Fotos geschossen haben und fährt uns dann gleich zu den ersten Seehunden hin. Die Seehunde hier chillen in der scheinenden Sonne auf dem Felsen und wälzen sich glücklich wie unsere Katzen in der Sonne. Der relaxte Blick der Tiere ist regelrecht ansteckend – man kann gar nicht anders als zu lächeln und sich für die Tiere zu freuen. Wir machen hier eine etliche Anzahl an Fotos von kleinen und großen Seehunden und erfahren paralell dazu viele kleine Infos von Jimbo. Er berichtet davon, was die Tiere so treiben (hauptsächlich Futtern) und wir erfahren von ihm sogar, was das schwarze Zeug sein soll, dass wir hier an so ziemlich jeder Küste gesehen haben (Seegras – hätten wir uns auch denken können). Jimbo erzählt von den evil Raben, die den Babyseals die Augen rauspicken und manchmal auch die Zunge herausreißen. Man hat beim Anblick dieser schönen Tiere richtig Lust eine Runde Rabenclubbing zu gehen.

Wir genießen die Tour ungemein – jeder Babyseehund scheint die Lebenskraft aufzufrischen und wenn die Tiere sich komplett auf den Rücken drehen um den Bauch zu bruzzeln will man sich einfach nur dazulegen.

Allein dieser Trip hat den Eintritt hier bereits wett gemacht. Wir kommen mit einer so positven Stimmung aus dem Boot raus, dass der Rest des Castles hier nur als schmückendes Beiwerk genügen kann.

Wir gehen als nächstes in das Castle, in welchem wir leider weder Fotos noch Videos machen dürfen. Erstaunlicherweise ist das Castle doch schon eine eigene Attraktion für sich. Die Gärten, die wir später kurz ablaufen, sind zwar hübsch, aber sicher nicht den Preis wert. Das Castle hingegen ist wirklich etwas besonderes. Anders als die anderen Castles wirkt dieses hier fast noch bis vor kurzem bewohnt und ist sehr gut erhalten. Die Räume sind schön ausgestattet und ab dem vierten Raum treffen wir sogar noch auf die kostenlose Führung, die man hier einfach so wahrnehmen kann. Eine sympathische ältere Frau erzählt so viele Anekdoten und Geschichten über die einzelnen Räume und Bilder bzw. Gegenstände.
Das Castle gehört zu einem bestimmten Clan und jeder der Clan Leader hat hier und da seine eigenen Anbauten und Umbauten am Castle durchgeführt. Die gute Frau weiß welcher Clan Leader welche Ideen hatte und welche vierte Geliebte von welchem Clan Leader Grund für eine bestimmte Wandfarbe war. Wir sind hier in einer mittelgroßen Gruppe und erfreuen uns wunderbar an den schönen Geschichten hier. Echt schade, dass wir keine Bilder machen durften, denn das Castle ist wie gesagt eine schöne Attraktion für sich. Wir würden sogar sagen, dass das Gartenticket komplett wertlos ist, außer man möchte es nur nutzen um zu der Seal Tour zu kommen. Das Castleticket + Sealtour lohnt sich hingegen ungemein.

Es ist jetzt schon ziemlich spät, aber wir haben noch einen weiteren Trip vor uns. Die Frau im Castle schwärmte von den Fairies und vor allem von der Fairy Bridge, auf welcher man eine Münze hinunterwerfen soll um einen Wunsch gewährt zu bekommen. Das können wir uns natürlich nicht entgehen lassen, also heizen wir noch schnell zur Brücke um den Inklusivwunsch hier abzukassieren. Wir erzählen nicht, was wir uns wünschen, aber wehe es geht nicht in Erfüllung.

Der letzte Punkt für heute ist noch das sogenannte „Fairy Glen“, von welchen wir zunächst gar keine richtige Vorstellung haben, was das sein soll. Die Fahrt dahin dauert bereits eine dreiviertel Stunde, und die Sonne sinkt auch immer tiefer hinab. Wir fahren zu dem Fairy Glen über eine kaum befahrbare Single Track Road, die absolut mit Schlaglöchern übersäht ist. Natürlich gibt es hier auch wieder keine Schilder, die irgendwie auf etwas hier hinweisen würden.
Man merkt jedoch sofort, wenn man sich im Fairy Glen befindet. Es ist ein sehr kleines Tälchen mit einem kleinen See und einer einsamen Bank. Dieses Tal sieht irgendwie märchenhaft auf, da die grünen Hügel eine ganz besondere Musterung haben. Wir wundern uns wie so oft, ob das hier von Menschen oder der Natur geschaffen worden ist. Die Szenerie hier könnte genauso gut ein Set für einen Disney Film sein und die Tatsache, dass hier eigentlich niemand außer uns ist freut uns umso mehr. Als die Sonne sinkt werden die Hügel auch noch mit einem schönen Gelbton beleuchtet. Wir entscheiden uns auch hier noch für eine kurze Wanderung der Hügel und finden hinter den Hügeln kleine Stätten, die für irgendwelche Hexerein hätten genutzt werden können. Nur ein paar Schafe grasen hier gemütlich in der Abendsonne, während wir zumindest einen der Hügel besteigen. Der Weg nach oben ist nicht sehr dramatisch, aber ein paar Stellen sind wiedermal komplett ungesichert – jeder Windstoß könnte hier einen einfach runterhauen, auch wenn man vermutlich nicht abnippeln würde – ein paar gebrochene Knochen wären wohl inklusive. Wenn man sich aber gemütlich auf allen vieren bewegt kommt man wunderbar voran. Wie alles hier wird einfach auf den gesunden Menschenverstand vertraut.
Ich presse meinen Körper durch eine steinerne Verengung um doch noch die Spitze des Hügels zu erreichen. Wir machen hier ein paar nette Fotos und da die Sonne so langsam komplett zu verschwinden droht machen wir wieder kehrt zum Auto.

Wir drehen wieder um und heizen noch schnell nach Portree, wo wir heute in dem Pub der ersten Nacht speisen. Wir müssen kurz auf einen Tisch warten, also gehen wir an die Bar, wo wir den betrunkenen deutschen Schotten mit seiner Frau antreffen. Wir erfahren, dass die zwei mit dem Bus durch Schottland reisen und ebenfalls wie wir gerne über die hohen Preise fürs Essen hier jammern.
Sarah hat einen leckeren Burger und ich Chicken mit Haggis vollgestopft. Tag vorbei – war geil.

Ach noch zu unseren neuen Mitbewohnern: Als wir heimkommen ist das Klo wunderbar frisch geputzt, also ist das Ärgernis des Morgens vergessen. Wir genießen das frische Porzellan und begeben uns ins Bett um den Beitrag hier zu verfassen. Kaum hören wir die Chinesen in ihr Zimmer latschen, öffnet sich wieder deren Tür und eine der beiden Massakriert wieder unser Klo. Sarah tobt, Sarah kocht, Sarah schlägt Löcher in die Wände hier. Für jede Minute, den der Klogang einer der Chinesinen anhält, steigt Sarahs Puls um 10 Punkte hinauf. Sie ist schon bockig, da sie noch Zähneputzen „im Scheisseduft der Chinesin, man ey“ muss. Nachdem die gute Frau wieder in ihr Zimmer verschwunden ist, gehe ich heroisch in das Microbad um die verursachten Schäden zu betrachten. Natürlich hat die Chinesin ein paar Überraschungen für Sarah hinterlassen, also reinige ich diese noch mit einem gezielten Strahl, bevor Deutschland hier noch wieder in andere Kontinente einmarschiert. Ich öffne das Fenster um auch den guten Duft vom Essen aus dem „Fat Panda“ rauszulassen (alle Chinesen futtern in der Stadt hier anscheinend in diesem unattraktiven Take Away) und versuche nicht daran zu denken, dass man jedes mal, wenn man einen Furz riecht auf Molekularebene eigentlich Scheißepartikel in der Nase hat.
Meine Zähne fühlen sich heute irgendwie nach dem Putzen flaumig an, aber als ich wieder in unser Zimmer komme, setze ich mein bestes lächeln auf und sage Sarah, das man gar nicht merkt, dass irgendjemand dort drin war.

20 Minuten später, während ich noch diesen Beitrag hier schreibe, überwindet sich Sarah zum Zähneputzen. Ich höre kurz darauf wie die zweite Schänderin in das Klo einzubrechen versucht, aber man man die hat wohl nicht mit dem dazugehörigen Wachhund gerechnet. Ich höre durch die Wände nur das Knurren und das zurechtweisen der Chinesen. Sarah markiert ihr Revier und erlaubt keinerlei Abweichungen von den Regelungen mehr. Man hört richtig den Walk of Shame im Treppenknirschen der Chinesin zum Badezimmer im unteren Stockwerk. Unser Bad ist damit gesichert und Sarah hat mal wieder für eine ordentliche Völkerverständigung gesorgt. Ich liebe Happy Ends.

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